Was nutzt Du: Ancestry oder MyHeritage ?

Ancestry besitzt die größere Datenbank mit über 16 Mrd. historischer Aufzeichnungen und der größeren DNA-Datenbank. Wer zudem Auswanderer in die USA sucht ist hier bestens aufgehoben. Die Stammbaumfunktionen sind sehr ausgereift und viele Quellen direkt verknüpfbar. Für etwas ambitionierte Forscher empfohlen, aber auch etwas komplexer und teurer bei Vollzugriff. MyHeritage ist einsteigerfreundlicher und eher europäisch orientert. Gute KI-gestützte Foto-Verbesserung und anwenderfreundlicher für tiefergehende DNA-Forschungen.
 

Ich arbeite auf beiden Plattformen. Mein Hauptstammbaum liegt bei ancestry, weil ich dort einfach und übersichtlich die zahlreichen Originalquellen verknüpfen kann. Sobald es an DNA-Recherchen geht ist MyHeritage mein Favorit. 

Wie stehst Du zu DNA-Tests ?

Ich habe mich erst relativ spät dazu entschlossen, einen DNA‑Test durchführen zu lassen – vor allem, weil mir der Gedanke, meine Daten auf einem amerikanischen Server zu wissen, zunächst nicht behagte. Heute bin ich jedoch froh über diesen Schritt: Auf Ancestry habe ich inzwischen fast 7.000 DNA‑Matches und bereits zu einigen davon die genealogische Verbindung herstellen können - in 4 Kontinenten. Daraus sind zahlreiche persönliche Kontakte entstanden, und nahezu täglich kommen neue Treffer – und immer wieder auch überraschende Entdeckungen – hinzu.

Seid wann betreibst Du Familienforschung ?

Das begann Mitte der 90er Jahre mit der Herausgabe der ersten Telefonbuch CD 'D-Info'. Da habe ich noch Personen klassisch per Briefpost angeschrieben. Im Verlaufe der Jahre, natürlich begünstigt durch das digitale Zeitalter haben sich viele Stammbäume und zahlreiche Kontakte in nahezu alle Erdteile entwickelt. Interessanterweise kam die letzte Rückmeldung der versendeten Briefe aus den 90ern über 20 (!) Jahre später.

Wie vermeide ich typische Anfängerfehler ?

Ein solider Start in die Familienforschung ist die halbe Miete.: 1. Bevor Du Dich auf Online-Datenbanken stürzt, rede mit Oma, Opa, Tanten und Onkel. Die lebenden Quellen sind Gold wert! Frag nach Geburtsdaten, Orten und vor allem nach den Stories. Oft findest Du in alten Alben noch Fotos, die sonst keiner kennt. Was die Dir erzählen, findest Du später vielleicht nie wieder in einem Archiv. 2. Es ist verlockend, den eigenen Stammbaum schnell mit Daten aus dem Internet zu füllen. Doch Vorsicht: Viele Online-Stammbäume enthalten ungesicherte oder fehlerhafte Informationen, die unreflektiert übernommen wurden. Um die Verbreitung dieser Fehlerketten zu vermeiden, gilt die oberste Genealogie-Regel: Jeder Eintrag benötigt eine nachvollziehbare Quelle. Übernimm Daten nur dann, wenn Du sie selbst anhand von Primärquellen (wie Urkunden, Kirchenbüchern oder offiziellen Dokumenten) verifiziert hast.
 

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